Bücher und Broschüren von einst und jetzt
Mühlenbücher gibt es zu hauf. Kaum ein Verlag, der nicht mindestens eines in seinem Portfolio hat. Schaut man bei denHändlern für gebrauchte Literatur findet man sicher das eine oder andere Schätzchen. Hier aber wollen wir einige Bücher vorstellen, die wir für lesenswert halten. Soweit möglich nennen wir gern Bezugsquellen, ansonsten schauen sie bitte auf den Webseiten nach, auf denen antiquarische Bücher gehandelt werden.
Hier also ein paar Titel, die wir gern weiterempfehlen:
Herausgeber Kulturbund der DDR, Bezirksvorstand Magdeburg der Gesellschaft für Denkmalpflege, Autor Erhard Jahn
Es gibt sie noch, die Windmühlen, meist auf einem Hügel am Dorfrand gelegen und damit weithin sichtbar, oder die Wassermühlen im Tal am rauschenden Bach. Neben den einst wichtigen Versorgungsaufgaben, die sie erfüllten, prägten sie in wesentlichem Maße das Bild unserer Landschaft. Dabei waren sie nur ein Abschnitt in der Entwicklung der Technik, hatten ihre Vorläufer in einfachen Mahlgeräten, fanden ihre Fortsetzung in Motormühlen und vorläufige Vollendung in den heutigen industriellen Mühlenbetrieben. Geblieben ist ihre Bedeutung als Meilenstein in der Entwicklung der Produktivkräfte, ihr Einfluss auf eine Reihe von Industriezweigen, ihr Wert als technisches Denkmal mit gewerblicher, musealer oder individueller Nutzung. Geblieben ist aber auch ihre Funktion als Gestaltungselement dort, wo sie durch die verantwortungsvolle Entscheidung staatlicher Stellen, durch Familientradition oder durch aktives Handeln technikbegeisterter Denkmalpfleger ihren Platz im Leben der Dörfer und Städte behalten oder wiedergefunden haben.
Wollen sie mehr lesen? Der Autor war so freundlich, uns die Veröffentlichung der kompletten Broschüre zu gestatten. Hier finden sie den Link zur Broschüre: Erhard Jahn, Mühlen im Bezirk Magdeburg.
Herausgeber Kulturbund der DDR, Autoren Bernd Maywald - Saalow, Alfred Salbach - Leipzig, Otfried Wagenbreth - Dresden
Aus dem Geleitwort, Zitat Anfang: "Die Notwendigkeit einer Konzeption für die auswertende Pflege von Mühlendenkmalen und die Erarbeitung von Vorschlägen für die entsprechende Auswahl und eventuelle Restaurierung von Mühlen als technische Denkmale sind der Anlaß für die Herausgabe dieser Broschüre und die Durchführung einer speziellen Fachtagung der Gesellschaft für Denkmalpf1ege im Kulturbund der DDR im Herbst 1982." Zitat Ende
ca. 100 Seiten, zahlreiche s/w Fotos, Bezugsmöglichkeiten allenfalls antiquarisch.
Verlag Moritz Schäfer-Detmold, ISBN: 3-87696-113-0, Ausgabe Mai 1990
Aus dem Vorwort:
Zitat Anfang "Allen Mühlenfreunden, die Mühlenfahrten zwischen Rügen und dem Thüringer Wald unternehmen wollen, soll das vorliegende kleine Buch Anregungen bieten. Vorgestellt werden in Wort und Bild zahlreiche handwerkliche Wassermühlen, Windmühle und Großmühlen, die durch ihre Technik, Größe und Bauformen etwa 600 Jahre Geschichte der Getreidemüllerei repräsentieren (wenn auch die älteren Perioden nur durch analoge Beispiele aus dem 18. bis 19. Jahrhundert vertreten sind). Auch Ölmühlen und einige Besispiele der Wasserkraftnutzung für andere gewerbliche Zwecke sind aufgenommen." Zitat Ende
Das Ortsregister enthält 284 Einträge, zahlreiche Abbildungen und Routenvorschläge
Verlag VEB F.A. Brockhaus, aus der Reihe "Unser kleines Wanderheft" die Nr. 31
Autor Prof. Dr. Walter Ruben, Zur Geschichte der Mühlsteinbrüche, die Arbeit in der Jonsdorfer Mühlsteinfabrik usw.
Das Heftchen gibt einen (ziemlich sozialistisch eingefärbten) Blick auf die Arbeits- und Lebensverhälnisse der Steinbrecher und Steinhauer der vergangenen Jahrhunderte und schließt mit der Aufforderung, die Mühlsteinbrüche als Erinnungsstätte an die vielen Steinbrucharbeiter und die ärmlichen Lebensverhältnisse ihrer Familien zu bewahren.
3. Auflage von 1965, Bezugsmöglichkeiten allenfalls noch antiquarisch