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Hödingen - Motor-Mühle

Der allgemeinen technischen Entwicklung folgend, errichtete der Müllermeister Carl Hübotter in den 1920er Jahren direkt neben seinem Wohnhaus in der Ortslage Hödingen, Dorfstraße 20, eine Motormühle. Die davor von ihm betriebene Bockwindmühle direkt am Bahnhof Hödingen wurde damit funktionslos und aufgegeben.

  • Der Antrieb der Motormühle erfolgte zunächst mit einem Deutz-Dieselmotor, später wurde auf Elektroantrieb über einen Schleifringläufermotor umgestellt.
  • Die Mühle verfügte über einen Schrotgang und einen Mahlgang, dazu kam noch ein Walzenstuhl (Fabrikat Wetzig Æ 300 mm x 500 mm). Ob ein Plansichter und ein Rundfilter vorhanden waren, kann nicht mehr gesagt werden, da später Demontagen an der Maschinentechnik erfolgten.
  • Die Lagerung der Rohstoffe und der Mahlprodukte erfolgte ausschließlich in Säcken.
  • Die Nutzung als Mühle endete mit dem Tod des Müllers Carl Hübotter am 05.05.1955. Danach erfolgte eine Umstellung der Produktion auf Futterschrote für die ortsansässige LPG. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die lose Lagerung von Getreide auf einem im Nachbargebäude liegenden Schüttboden. Diese Ware musste dann gesackt und in Säcken in die Mühle transportiert werden.
  • Zum Wohnhaus: Es wurde bereits 1886 errichtet als Fachwerkgebäude, die Straßenfront in massiver Bauweise aus Ziegelsteinen, die aus dem ersten Brand der neu errichteten Ziegelei in Hödingen stammen.

Hödingen Motormühle Wohnhasu

Ursprung dieses Artikels:

Hermann Braumann 39124 Magdeburg Ankerstraße 9

Bearbeitungsstand: 25.06.2020